Was die Börderegion verbindet…

Jenseits der Verwaltungsgrenzen gibt es zahlreiche verbindende Elemente, auf denen die Zusammenarbeit der vier Kommunen aufbaut und die daher in den kommenden Jahren gemeinsam entwickelt werden sollen.

Siedlungsstruktur:

Die Börderegion ist überwiegend ländlich geprägt und besteht in den drei Gemeinden Algermissen, Harsum und Hohenhameln, aus jeweils einem größeren Hauptort sowie einer Reihe kleinerer Haufendörfer, die der Region ihre bördetypische Siedlungsstruktur verleihen. Etwas anders ist das Siedlungsgefüge im Gemeindegebiet der Stadt Sehnde, in der die Stadt selber als größter Ort in der Börderegion einen städtischen Charakter besitzt. Allerdings gehören auch zur Stadt Sehnde eine Reihe kleinerer Dörfer, die dem Gemeindegebiet – außerhalb des Kernortes – eine ländliche Charakteristik verleihen.

Wer gehört dazu? Die Ortschaften und Dörfer in der Börderegion
Gemeinde
Algermissen
Gemeinde
Harsum
Gemeinde
Hohenhameln
Stadt
Sehnde
  • Algermissen
  • Bledeln
  • Groß Lobke
  • Lühnde
  • Ummeln
  • Wätzung
  • Adlum
  • Asel
  • Borsum
  • Harsum
  • Hönnersum
  • Hüddessum
  • Klein Föste
  • Machtsum
  • Rautenberg
  • Bierbergen
  • Bründeln
  • Clauen
  • Equord
  • Harber
  • Hohenhameln
  • Mehrum
  • Ohlum
  • Rötzum
  • Soßmar
  • Stedum
  • Bilm
  • Bolzum
  • Dolgen
  • Evern
  • Gretenberg
  • Haimar
  • Höver
  • Ilten
  • Klein Lobke
  • Müllingen
  • Rethmar
  • Sehnde
  • Wassel
  • Wehmingen
  • Wirringen

Infrastruktur und Versorgung:

Die Börderegion liegt in unmittelbarer Nähe zu den wichtigen Ost-West sowie Nord-Süd-Verkehrsachsen der Bundesautobahnen A2 und A7. Gleichzeitig wird die sie in Ost-West-Richtung vom Mittellandkanal und in Nord-Südrichtung vom Hildesheim Stichkanal durchzogen, woraus sich auch eine gute Anbindung an bedeutende Wasserwege ergibt.

dsc_1106_1.jpgZwischen den Kommunen der Region bestehen vielfältige Verknüpfungen in den Bereichen Schule, Verkehr, Einkauf, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, kulturelles Angebot, Vereine und Verbände etc. Aufgrund der räumlichen Nähe der Kommunen zueinander gibt es bei diesen Angeboten bereits gute Ansätze zur Zusammenarbeit und eine Reihe der Versorgungseinrichtungen wie etwa Lebensmittelgeschäfte oder Veranstaltungsorte werden immer auch von den Einwohnern benachbarter Ortschaften oder Kommunen genutzt.

Allerdings gibt es hinsichtlich der Vielfalt der Infrastruktur- und Versorgungsangebote innerhalb der Region auch Unterschiede. Gerade für die kleineren Ortschaften und Dörfer geht es zukünftig vornehmlich um die Verbesserung der Versorgung mit alltäglichen Produkten wie beispielsweise Lebensmitteln. Die Hauptorte der Kommunen weisen dagegen bereits heute gute Versorgungsstrukturen auf, die durch einen Ausbau der Zusammenarbeit der Kommunen untereinander langfristig gesichert werden sollen.

Landwirtschaft:

imgp5225_saatreihe_1_1.jpgEingebettet in die fruchtbare Hildesheimer Börde bestimmt die landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft das Landschaftsbild. Die Region verfügt über sehr gute landwirtschaftliche Produktionsbedingungen wobei der Schwerpunkt der Produktion auf dem Anbau von Zuckerrüben und Weizen liegt. Daneben hat es in den zurückliegenden Jahren vor allem im Bereich „Regenerative Energien“ eine Ergänzung der landwirtschaftlichen Produktpalette gegeben. Hierzu zählt etwa der Anbau von Energiepflanzen wie beispielsweise Mais sowie der Betrieb von Biogas- und Windkraftanlagen.

Gemeinsames Ziel für die Börderegion ist die weitere Stärkung einer funktions- und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, die Entwicklung des landwirtschaftlichen Wegenetzes sowie der Ausbau der Kooperation der landwirtschaftlichen Betriebe untereinander.

Landschaft, Erholung und Umwelt:

Die Landwirtschaft verleiht der Landschaft in der Börderegion ihre charakteristische Prägung. Allerdings gibt es auch eine Reihe extensiv genutzter Bereiche und wertvoller Biotope, die sowohl für den Naturschutz als auch für die Naherholung im Gebiet der vier Kommunen von großer Bedeutung ist. Hierzu zählen etwa das „Bockmer Holz“ sowie die Niederungsbereiche des Billerbachs im Gebiet der Stadt Sehnde, die Alpe- und Bruchgrabenniederungen in den Gemeinden Harsum und Algermissen oder auch verschiedene extensiv genutzte Grünlandflächen im Gemeindegebiet Hohenhameln.

imgp5172_graben_an_obstwiese_1_1.jpgEin wichtiger Entwicklungsschwerpunkt der Gemeinden in der Börderegion bleibt jedoch der Ausbau der Erholungsqualität der Landschaft sowie die Entwicklung des Naturhaushaltes und der Hochwasservorsorge. Ein Stichwort ist hierbei die „Vernetzung“ sowohl von Biotopen als auch Erholungsangeboten. Dabei geht es zum einen darum, die existierenden naturnahen Flächen – etwa durch die Schaffung von „Brückenbiotopen“ – zu verbinden und zum anderen darum, die in allen Kommunen vorhandenen Erholungsangebote in der Landschaft – zum Beispiel durch einen verbesserten Ausbau oder übergreifende Informationen und Hinweise – für die Menschen in der Region besser zu erschließen.