Hintergrund

Der Begriff „Regionalmanagement“ beschreibt die organisierte und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zur Bewältigung unterschiedlicher Zukunftsaufgaben innerhalb einer Region. Wesentliches Merkmal eines Regionalmanagement-Prozesses ist es, dass – als Ergänzung zu den vorhandenen kommunalen Arbeits- und Entscheidungsstrukturen – Arbeitsformen geschaffen werden, in denen auch Akteure aus den Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft an der Zukunftsgestaltung einer Region beteiligt sind.

In der Regel wird ein Regionalmanagement durch ein externes Büro begleitet, welches als neutraler Mittler einen Ausgleich zwischen den Interessen sucht, als Moderator und Organisator des regionalen Entwicklungsprozesses auftritt, inhaltlichen Input in den Prozess einbringt und die Umsetzung von Einzelmaßnahmen unterstützt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen Information, Beratung und Aktivierung der Bevölkerung sowie die Identifizierung und Erschließung regionaler Entwicklungspotenziale.

Die Kommunen einer Region werden bei der Durchführung eines Regionalmanagements häufig mit Fördermitteln unterstützt. Rechtlicher Förderhintergrund ist die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Integrierten ländlichen Entwicklung“ (so genannte ZILE-Richtlinie) des Landes Niedersachsen. Diese Richtlinie ist Bestandteil des europäischen Programms zur Förderung des ländlichen Raumes (PROFIL 2007 bis 2013). Über sie werden vor allem Gelder aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER) verteilt.