Ziele für den Umsetzungsprozess

Um nicht auf dieser Konzept-Ebene stehen zu bleiben, haben die Kommunen Ende 2014 beschlossen, gemeinsam auch den nächsten Schritt zu gehen und aufbauend auf der vorherigen Förderperiode bei den zuständigen Stellen die Förderung eines auf fünf Jahre angelegten Regionalmanagements zur Umsetzung des vorliegenden ILEK zu beantragen. Nach der erfolgten Bewilligung durch das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) konnte dann im April 2015 mit der Umsetzung der vielfältigen Projekte und Maßnahmen begonnen werden.

Die folgenden strategischen Entwicklungsziele bilden dabei die Grundlage für die aktuelle Entwicklungsstrategie im Regionalmanagement:

  • Die Börderegion als attraktive Familienregion mit hoher Wohn- und Lebensqualität durch bedarfsgerechte Versorgung sichern.
  • Den Wirtschaftsstandort Börderegion stärken und Landwirtschaft als Teil der regionalen Wirtschaftskraft erhalten.
  • Das "Wir-Gefühl" und bürgerschaftliches Engagement stärken und durch einen engen Dialog eine gemeinwohlorientierte integrative Bürgerregion etablieren und fördern.
  • Die Interkommunale Zusammenarbeit und Kontakte zwischen Vereinen und Institutionen stärken und ausbauen sowie innovative Lösungen zur Attraktivitätssteigerung der Börderegion ermöglichen.
  • Die kulturellen, touristischen und Naherholungsangebote ausbauen und neue Angebote etablieren.
  • Die dörfliche Siedlungsstruktur und attraktive Orte durch eine aktive Innenentwicklung erhalten und weiterentwickeln und bedarfsgerechte Wohnangebote schaffen.
  • Die Kulturlandschaft im Einklang mit Naturschutzbelangen für Naherholung erschließen, verbindende Landschaftselemente wahrnehmbar gestalten und durch einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Naturwerten einen positiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. 

Aus den strategischen Entwicklungszielen lassen sich fünf übergeordnete Handlungsfelder (ILEK Seite 81 - 91) mit jeweiligen Teilzeilen ableiten:

Handlungsfeld I "Familienregion: Demografie /Sicherung & Stärkung der Daseinsvorsorge, regionale Wirtschaft":

In diesem Handlungsfeld sind zehn Handlungsfeldziele (HFZ) zugeordnet:

  • HFZ I.1 Zukunftsfähige Angebote und Einrichtungen zur Infrastruktur sicherstellen.
  • HFZ I.2 Nahversorgung sicherstellen
  • HFZ I.3 Zukunftsfähige Kommunikationsinfrastruktur sicherstellen
  • HFZ I.4 Medizinische Versorgung sicherstellen
  • HFZ I.5 Zukunftsfähige Verwaltungsstrukturen sicherstellen
  • HFZ I.6 Neue Wohnformen sowie zukunftsfähige, nachfrageorientierte Angebote und Wohnraum sicherstellen und schaffen
  • HFZ I.7 Optimierung des öffentlichen Raumes zur Nutzung in allen Lebensabschnitten
  • HFZ I.8 Fachkräfte an die Region binden
  • HFZ I.9 Regionsmarketing stärker etablieren
  • HFZ I.10 Landwirtschaft als regionalen Wirtschaftsfaktor weiter stärken

Handlungsfeld II "Bürgerregion Börde":

In diesem Handlungsfeld sind fünf Handlungsfeldziele (HFZ) zugeordnet:.

  • HFZ II.1 Ehrenamt weiter fördern, stärken und anerkennen
  • HFZ II.2 Bürgerschaftliche Netzwerke und Angebote in den Dörfern stärken, vernetzen und ausbauen, Koordinierungs- und Beratungsstellen schaffen
  • HFZ II.3 Willkommenskultur etablieren und fördern
  • HFZ II.4 Soziale Angebote für verschiedene Zielgruppen stärken und entwickeln
  • HFZ II.5 Bürger in die Entwicklung der Region stärker einbeziehen

Handlungsfeld III "Kultur, Freizeit & Naherholung":

In diesem Handlungsfeld sind drei Handlungsfeldziele (HFZ) zugeordnet:.

  • HFZ III.1 Börderegion als Freizeitregion weiter stärken und Vermarktung regionaler Angebote verbessern
  • HFZ III.2 Freizeitorientierte- und touristische Angebote, Infrastruktur und Dienstleister erhalten, ausbauen und deren Qualität verbessern
  • HFZ III.3 Regionale Kulturarbeit weiter stärken und Kulturerbe in der Region erhalten und entwickeln

Handlungsfeld IV "Reduzierung Flächenverbrauch / Innenentwicklung":

In diesem Handlungsfeld sind drei Handlungsfeldziele (HFZ) zugeordnet:.

  • HFZ IV.1 Stärkung der Innenentwicklung in den Kommunen unterstützen und zukunftsfähige Orte entwickeln
  • HFZ IV.2 Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz und Identitätswahrung der Dörfer fördern
  • HFZ IV.3 Erhalt und weitere Schaffung prägender Freiflächen in den Orten als identitätsstiftendes Merkmal fördern

Handlungsfeld V "Reduzierung Flächenverbrauch / Innenentwicklung":

In diesem Handlungsfeld sind fünf Handlungsfeldziele (HFZ) zugeordnet:.

  • HFZ V.1 Erhalt und Sicherung der vorhandenen Kulturlandschaft
  • HFZ V.2 Gewässerentwicklung & Hochwasserschutz positiv beeinflussen
  • HFZ V.3 Förderung erneuerbarer Energien / dezentrale Energieversorgung
  • HFZ V.4 Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Klima & Umweltschutz
  • HFZ V.5 Landschaftswerte erhalten und verbessern

Über allen hier dargestellten Handlungsfeldern und Zielen steht das Leitmotto „Börderegion - gemeinsam stark in die Zukunft“. Dabei geht es vor allem darum, die Zusammenarbeit der Kommunen untereinander und mit allen engagierten Menschen und Gruppen in der Börderegion auszubauen und neue Formen der Kooperation auszuprobieren. Ein solcher Ansatz erscheint notwendig, da die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wie etwa die „Stabilisierung der Bevölkerungsentwicklung“, die „Verbesserung der Lebensqualität“ oder auch der „Ausbau der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ nur gemeinsam bewältigt werden können.